Gemeinde Sonnen

Über 100 Stadt-, Markt- und Gemeinderäte aus den 10 Kommunen der ILE Abteiland folgen der Einladung zur Informationsveranstaltung der ILE Abteiland im modernen Konferenzraum im SWS-Campus in Hauzenberg. Ganz nach dem Motto „woher kommen wir - wo stehen wir - und wo wollen wir hin“ gab es zur Einstimmung einen Vortrag von Prof. Dr. Britta Kägler und Stefan Sagberger vom Lehrstuhl für Bayerische Landesgeschichte und europäische Regionalgeschichte der Universität Passau. Sie lieferten interessante Informationen zur Geschichte des historischen Abteilands, dem Namensgeber der ILE. So ist der Name „Abteiland“ auf eine Landschenkung König Heinrichs II an das Kloster Niedernburg im Jahre 1010 zurückzuführen. Dieses Gebiet im sogenannten „Nordwald“ wurde im Laufe des Mittelalters sukzessive von Süden her besiedelt. Im Abteiland kann die Ortschaft Kellberg bei Thyrnau auf eine besonders lange Geschichte bis ins 11. Jahrhundert zurückblicken. Die jüngste urkundliche Erwähnung ist die Besiedelung von Breitenberg im 17. Jahrhundert. In dieser relativ jungen Geschichte liegt der Ursprung des Begriffs „neue Welt“, wie die Gegend um Breitenberg noch heute in der Bevölkerung genannt wird. Lange Zeit spielte im Abteiland der Salzhandel und -transport auf den verschiedenen Routen des „Goldenen Steigs“ eine sehr wichtige Rolle.

Fünf Handlungsfelder
Nach dem kurzweiligen, geschichtlichen Vortrag ging es in die Gegenwart und die Zielsetzungen, die in der interkommunalen Zusammenarbeit verfolgt werden. Ziel des Zusammenschlusses im Abteiland ist es, bei ähnlichen Problemstellungen zusammenzuarbeiten und sich gegenseitig zu unterstützen. In Kurzvorträgen wurden jeweils die fünf Schwerpunkt-Bereiche der ILE, auch Handlungsfelder genannt, vorgestellt. Aus dem Handlungsfeld „Verwaltungszusammen-arbeit“ berichteten die beiden Geschäftsleiter Michael Graml vom Markt Untergriesbach und Alexander Höllmüller von der Stadt Hauzenberg über bereits umgesetzte Maßnahmen wie Treffen von Mitarbeitern der Verwaltungen zum Erfahrungsaustausch oder projektorientierter Zusammenarbeit. Auch wurden gemeinsame In-House-Schulungen durchgeführt, so dass sowohl die Kosten als auch der Zeitaufwand durch kurze Anreisen reduziert werden konnten. Als wichtigstes Projekt im Handlungsfeld „Digitalisierung und digitale Kompetenz“ stellte Bürgermeister Klaus Weidinger aus Sonnen das derzeit laufende Projekt „Smarte Gemeinde“ vor. Die Gemeinde Neureichenau erhält hierbei – stellvertretend für die gesamte ILE –Unterstützung bei der Erarbeitung einer Digitalisierungsstrategie vom Technologie Campus Grafenau der THD Deggendorf. Grundsätzlich stehen bei der Digitalisierung alle Kommunen vor den gleichen Herausforderungen mit vielen Synergien bei den Projekten. Im Handlungsfeld „Innenentwicklung und Daseinsvorsorge“ wurde bereits das Thema Gebäude-Leerstände in Ortskernen angegangen und ein praxisorientiertes Vorgehen formuliert. Bürgermeisterin Kristina Urmann aus Neureichenau informierte, dass seit Juni 2023 dieses Handlungsfeld fachlich durch einen externen Architekten und Städteplaner begleitet wird, so dass bestehende und drohende Leerstände und konkrete Maßnahmen zu deren Behebung oder Vermeidung angegangen werden, damit die Ortschaften lebendig bleiben und weniger Flächen für Neuausweisungen benötigt werden. Bürgermeister Roland Freund aus Jandelsbrunn berichtete aus dem Handlungsfeld „Energie, Wasserver- und Abwasserentsorgung“. Auch in diesem Handlungsfeld werden die ILE-Kommunen von einem Fachbüro unterstützt und begleitet. Vor allem im Bereich erneuerbare Energien sollen die Kommunen von der Expertise profitieren. Nachhaltiger Tourismus ist das Thema des Handlungsfelds „Tourismus & Öffentlichkeitsarbeit“ über das die Umsetzungsbegleiterin der ILE, Edith Stadlmeyer, informierte. Als erstes Projekt wurde ein gemeinsames Radwegenetz initiiert und als „Radgebiet Donau-Moldau“ vermarktet. Als nächstes soll ein gemeinsames Wanderwegenetz angegangen werden. Regelmäßig wird auf Facebook und Instagram unter „Abteiland“ und „Radgebiet Donau-Moldau“ über aktuelle Themen berichtet.

65 Kleinprojekte für Bürgerinnen und Bürger
Bürgermeister Hermann Duschl aus Untergriesbach stellte das Thema „Regionalbudget“ vor. Seit 2020 konnten 65 Kleinprojekte umgesetzt und mit bis zu 80% gefördert werden, die den Bürgerinnen und Bürgern dienen.  Der Bikepark in Untergriesbach, der Sinnesstreifzug in Neureichenau, das Kunst- und Kulturkammerl Kellberg, der Markt „Kleinstadtliebe Hauzenberg 2022“ oder die Homepage der Senioren AG in Waldkirchen sind nur einige Beispiele. Im Rahmen des Regionalbudget stehen jährlich 100.000,- Euro zur Verfügung – 90.000,- Euro kommen vom Amt für Ländliche Entwicklung aus Landau, und 10.000,- aus den Kommunen, in denen Projekte umgesetzt werden.

Bis jetzt über 2,6 Mio. Euro Förderung
Sven Päplow vom Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) gab einen Überblick über die vielfältigen Aufgaben seiner Behörde. Zählten früher die Umsetzung der Flurbereinigungsgesetze zu den Kernaufgaben, gewann die „Integrierte Ländliche Entwicklung“ (ILE) – eine Förderinitiative des Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten zur Unterstützung und Begleitung freiwilliger Zusammenschlüsse ländlicher Gemeinden – immer mehr an Bedeutung. Das ALE unterstützt die ILE Kommunen bei der gemeindeübergreifenden Zusammenarbeit, gemäß dem Motto „Kooperation statt Konkurrenz“. Ziel ist es, den Ländlichen Raum zu stärken. Die ILE Abteiland ist eine von 23 ILEn in Niederbayern, die sowohl fachlich als auch finanziell unterstützt wird. Die bisherige Fördersumme seit der Gründung der ILE Abteiland im Jahr 2011 beläuft sich bis jetzt auf 2.647.570,- Euro, so Päplow. Darin enthalten ist auch der sogenannte ILE-Bonus, der zu höherer Förderung bei Maßnahmen der Dorferneuerung führt. Die Rätinnen und Räte zeigten sich beeindruckt sowohl von den Zahlen als auch von den Vorteilen einer interkommunalen Zusammenarbeit. Es ist geplant, die Räteversammlung im jährlichen Turnus fortzusetzen.

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